Produktion

Die Chicorée-Produktion

ChicoreehalleDer Chicorée wird heute überwiegend in so genannten Treibbetrieben produziert. In Deutschland gibt es etwa 30 davon.
Treibbetriebe heißen sie deshalb, weil Chicorée im eigentlichen Sinne nicht angepflanzt wird wie Kopfsalat oder Karotten. Der Chicorée bekommt keine Erde zu sehen; lediglich die Wurzeln, aus denen der Chicorée wächst. Die Wurzelproduktion beginnt Anfang Mai im Feldanbau. Nach etwa 20 Wochen werden die Wurzeln mit einem speziellen Chicorée­roder geerntet, sortiert und in großen Holzkisten in Kühlräumen eingelagert. Weil sie dort gut über längere Zeit aufbewahrt werden können, gibt es den Chicorée inzwischen das ganze Jahr über. Früher war er ein typischer Wintersalat.

Zum Chicorée-Treiben werden diese Wurzeln nun nebeneinander in Kisten aufgestellt, die mit dunkler Teichfolie ausgelegt sind. Wie in einem Hochregallager werden die Kisten danach in einer stockdunklen Halle übereinander gestapelt. Eine dunkle Halle deshalb, weil der Chicorée gelblich-weiß bleiben soll. Bei Licht würden seine Blätter wie bei anderen Pflanzen auch, grün werden. Mindestens drei Wochen lang werden die Wurzeln mit Wasser und Nährsalzen versorgt. Dieser Wasserkreislauf bleibt bestehen bis der Chicorée erntereif ist. 

Mit einem Gabelstapler werden die einzelnen Kisten dann herunter geholt und in die Verarbeitungshalle gefahren. Dort wird der Chicoréespross von der Wurzel getrennt und geputzt.

Produktion-E

»Kochen mit Chicorée« • Martina Gonser/Günter Löffel • Hardcover • voll vierfarbig • 72 Seiten • ISBN 978-3-89801-055-9 • 10,90 EUR • Rhein-Mosel-Verlag
 

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